Athleten Motivation
Motivation | Motivación | 动机 | 동기 부여
Das Warum und Wieso?
Wir haben unsere Athlet:innen nach dem Warum und Wieso gefragt. Warum machen Sie Sport? Was sind der Treiber und die Motivation, sich immer wieder zu quälen und zu kämpfen? Hier Ihre Antworten:
LUIS
Seit ich mit meinem Kindheitssport aufgehört habe, habe ich verschiedene andere ausprobiert, um in Bewegung zu bleiben und gesund zu bleiben. Und obwohl jeder von ihnen mir ein gewisses Wohlgefühl gegeben hat, fühlte ich mich nie wirklich erfüllt.
Was ich im Triathlon gefunden habe, ist etwas Ehrlicheres und Demütigeres: Man beginnt ganz unten in drei verschiedenen Disziplinen – und daran führt kein Weg vorbei.
Manche Tage sind unangenehm und der Fortschritt ist ungleichmäßig, aber die kleinen Schritte zählen, denn am Ende sind sie es, die dich zu deinen Zielen bringen.
Susanne
Niemals hätte ich die Quadrathlon-Weltmeisterschaft gewonnen, wenn ich mich nicht entschieden hätte zu starten. Durch den Sport erfahre ich immer wieder, dass ich viel mehr kann, als ich jemals für möglich gehalten hätte.
Ich bin neugierig zu entdecken was ich noch kann. Mit einem Trainer an der Seite nochmal schöner.
Vincent
Ich habe schon als Kind davon geträumt, irgendwann einmal einen Marathon zu laufen... Bis ich das erste Mal von einem Ironman gehört habe. Danach habe ich die Idee, einen Ironman zu machen, einfach nicht mehr aus dem Kopf bekommen.
Corona hat die nötige Langeweile und Zeit fürs Training gebracht und Marcel die Struktur fürs Training.
So konnte ich meinen ersten Ironman meistern und seitdem habe ich nicht einen Tag darüber nachgedacht, mit dem Triathlon aufzuhören.
SASCHA
Vor fast 10 Jahren hat mich die Atmosphäre auf Rügen als Zuschauer voll angezickt. Marcel war als Athlet dabei und ich konnte ihm und seiner Freude für diesen Sport in den Augen ansehen. Danach wollte ich es auch mal probieren und habe es tatsächlich bis zur Langdistanz geschafft.
Nach wie vor sind es die Atmosphäre, die Hilfsbereitschaft, die pure Freude und die große Familie, die mich bei den Wettkämpfen immer wieder in Gänsehaut versetzen.
SEBASTIAN
Ich war als Kind schon immer zielstrebig und ehrgeizig beim Sport. Beim Triathlon bin ich nach Jahren des Laufens und auf der Suche nach einer neuen Herausforderung gelandet. Bestimmt haben auch der Mythos „Hawaii“ und die Midlife Crisis eine Rolle gespielt. Ich mag daran vor allem die Abwechslung, dass ich mich auch dank euch immer noch weiter verbessere, und die gegenseitige
Unterstützung innerhalb der Community. Dazu ist es ein guter Ausgleich zum beruflichen Stress und erlaubt mir, so viel zu essen, wie ich will, und sinnvoll mein Geld zu vernichten.
JULIA
Ich lebe nach dem Motto „Das Leben beginnt am Ende deiner Komfortzone“ und was passt da besser als ein Ironman?!
Ich habe mir vorgestellt, wie ich mit 80 im Schaukelstuhl sitze, das Leben reflektiere und habe realisiert, dass in meiner Geschichte in jedem Fall ein Ironman dabei sein muss! „Anything is possible“ und das möchte ich mir selbst beweisen. Der Sport hilft mir zusätzlich in allen Lebensbereichen und macht mich glücklich!
NICKLAS
Ich kann mir ein Leben ohne Triathlon nicht mehr vorstellen. Dieser Sport hat mir gezeigt, dass man mit Willensstärke, der Bereitschaft, Schmerzen auszuhalten, und dem täglichen Anspruch, ein bisschen besser zu werden, alles erreichen kann. Das Wichtigste jedoch ist die mentale Klarheit, die mir der Triathlon schenkt – er hilft mir, ein besserer Mensch zu sein.
INGE
Am Triathlon gibt es die Abwechslung, neue Herausforderungen, Grenzerfahrung, Sport in der Natur, sich für Wettkämpfe zu qualifizieren, Durchhaltevermögen zu zeigen, Struktur im Alltag, sozialen Kontakt mit Athleten und die Nähe von Profis zu spüren.ich habe Freude am Training, an Wettkämpfen.
DIRK
Meine Sportleidenschaft startete, während meines Studiums, als ein Dozent die Idee einer gemeinsamen Teilnahme an einem Volkslauf aufbrachte.
Gesagt, getan, 12 Wochen später starteten wir beim Berlin Marathon (damals 1994, ging das noch) und meine Laufleidenschaft war geboren. Leider musste ich schnell erkennen, dass mein Körper dem nicht gewachsen war, so kam ich zum Triathlon.
Hier kann ich meinen Bewegungsdrang voll ausleben und mich meiner Liebe zu neuen Herausforderungen stellen, sei es im Training, oder Wettkampf.
SEBASTIAN
Ich sehe in den Spiegel ein Mann mit graumelierten Haaren blickt mir an diesem verregneten Morgen entgegen , gleich gehe ich wieder zur Physiotherapie dieses HWS-Syndrom hält mich seit Wochen im Schach. Wie konnte mir das passieren dieser dauernde Schmerz…. jahrelanges Krafttraining, ich war doch immer fleißig, gut mein Körperumfang ist mit dem beruflichen Erfolg mitgewachsen liegt sicher auch an meiner Vorliebe für Pasa und guten Rotwein…. Ein paar Monate später ,es ist kalt, scheiß kalt, meine Finger gefrieren fast am Lenker das alten Rennrades, es war vielleicht nicht meine beste Idee Anfang November auf den Jaufenpass zu fahren, meine Lunge pfeift, meine Beine Schmerzen, der ganze Körper krampft, ich will nur noch ins Tal zurück in das Zelt meines Campers , ich kann mich nicht bewegen liege voller Schmerzen im wärmenden Schlafsack, ich lese ein Buch von Natascha Badmann, es geht hier um Triathlon noch nie gehört von dem Sport, es fesselt und fasziniert mich ich kann es nicht mehr weglegen … 3 Jahre später es ist ein warmer Juniabend ich laufe die letzten Meter das Hamburger Rathaus umrandet von Menschen die Athleten zujubeln erwartet mich ,ich bin einer von diesen die gleich die Ziellinie überqueren werden… Tränen laufen über mein Gesicht
Warum ich Triathlon mache, es ist eine Leidenschaft ,ein Lebensgefühl, das jede Faser meines Körpers erfasst, es ist eine Streicheleinheit für meine Seele, eine Erweiterung des Geistes… ich Blicke zurück voller Stolz und Demut und freue mich ein Teil dessen geworden zu sein der Reise zu mir selbst die ich jeden Tag aufs Neue genieße!
FRANZISKA
Ich bin noch gar nicht lange dabei. Und laufen fand ich eigentlich nie wirklich toll. Mehr als 5km hab ich nie geschafft. Vor 1,5 Jahren dann hab ich Marcel gefragt, ob ich es innerhalb von einem Jahr schaffen könnte einen Marathon zu laufen. Es gab zwar immer wieder Rückschläge aber dank des strukturierten Trainings hab ich mir bewiesen, dass ich das kann. Bin dann in diesem Jahr sogar 2 Marathon gelaufen und habe Gefallen an den längeren Distanzen gefunden. Mein nächstes Ziel ist dann eine deutlich bessere Zeit. Laufen in der Natur ist für mich wie eine kleine Auszeit, Stress ablassen, die Gedanken schweifen zu lassen und meine Grenzen auszutesten.
MAIK
Weil Ausdauersport mein Gegengewicht zu einem intensiven Leben zwischen Beruf und Familie ist – er hebt mein Wellbeing, erdet mich, und ich habe mich noch nie nach einer Einheit schlechter gefühlt als vorher.
Weil ich das Gefühl liebe, an meine Grenzen zu gehen und mein persönliches Leistungsmaximum herauszuholen – embrace the pain.
Weil ich für meine Kinder (und später auch für meine Enkel) ein Vorbild sein will: für Gesundheit, Disziplin und Lebensfreude. Und ja – ganz bewusst eigennützig, weil ich steinalt werden und gesund bleiben will, um das Leben mit der kommenden Generationen möglichst lange genießen zu können. Eine Elite-VO₂max ist dafür die beste Basis.
TABEA
Ich glaube ganz schlicht und ergreifend, dass es daran liegt, dass ich als Jugendliche im Leistungssport (langer Sprint und Mittelstrecke) gefördert wurde und lange Zeit bereut habe, dass mir damals andere Dinge wichtiger waren. (Heute kann ich das natürlich gut nachvollziehen.)
Mit 41 habe ich dann gedacht: „Hä? Nicht bereuen, einfach wieder anfangen!“ Und plötzlich wurde das Leben wieder zu einem Abenteuer. Ich liebe Wettkämpfe – die kleinen und die großen –, weil sie mir noch einmal ganz bildlich vor Augen führen, dass ich die anderen nicht langsamer machen kann. Ich kann nichts beeinflussen, außer mich selbst, und diese Einstellung hilft mir, im übertragenen Sinne sehr im täglichen Umgang mit meiner Familie und im Leben allgemein.
Als Mutter gibt mir der Sport außerdem wieder eine Struktur, die nicht nur an Beruf und Kind gebunden ist, sondern mir auch ein großes Stück Selbstbestimmung zurückgibt. Und das ist im Umkehrschluss ein Gewinn für alle Beteiligten,
TOM
Ich habe mit Triathlon angefangen wegen des Laufens. Nachdem ich meinen ersten Halbmarathon und dann meinen ersten Marathon absolviert hatte, sah ich den Triathlon als den nächsten Schritt. Ich hatte immer den Ironman im Kopf und dachte, er sei unerreichbar. Also beschlossen mein bester Freund und ich, uns selbst herauszufordern und direkt innerhalb eines Jahres für einen Ironman zu trainieren – eine riesige Herausforderung.
Es ist etwas völlig anderes als Marathontraining oder Laufen im Allgemeinen; es erfordert Struktur, Disziplin und eine Menge Entschlossenheit. Aber wenn man einmal angefangen hat, kann man nie wieder aufhören! Jetzt, wo ich mitten im Training stecke, fühlt es sich immer noch unerreichbar an… aber wir kommen unserem Ziel näher.
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JÜRGEN
Meine Triathlon "Karriere" fing eigentlich 1988 an als Volunteer bei den 5. Deutschen Meisterschaften in der T1. Damals gewann übrigens Jürgen Zäck. Ich war dermaßen beeindruckt, dass ich erstmal den Sport hab 30 Jahre ruhen lassen um mich mental vorzubereiten. Beim Lokalen Verkehrsstreik vor 8 Jahren hab ich dann das Radfahren für den Commute notgedrungen entdeckt und lieben gelernt, weil Radfahren gegenüber Bahn oder Auto täglich 40 Minuten kürzer war und ich noch Riesenspass beim querfeldein radeln hatte.
Als ich dann Samstags zufällig über den IM Hawai zappte war ich gefangen und erinnerte mich 30 Jahre zurück und dachte - machst du auch. Problem: Ich war Weltmeister im Baden, konnte aber nicht Schwimmen. Also LOS. Als Späteinsteiger in Sport überhaupt mit Ende 40 war schnell klar - an der Spitze werde ich wohl nicht sein, aber ich kann den Weg im Training geniessen und auch die Rennen. So beschloss ich nur schöne Rennen zu machen und am besten solche die einen Kurzurlaub verbinden. Roth, SanFran, Windsor, Oxford, Venice ... Die Bucketliste ist noch lang. Und weil die Rennstecken so schön sind, lass ich mir Zeit, und geniesse. Train hard - Race easy :-) und aus purer Freude an der Bewegung.
HENRIK
Mit 19 stand ich an der Startlinie meines ersten Marathons. Im Ziel habe ich gemerkt, wie sehr mich Ausdauersport erfüllt: die langen Stunden allein, die stetige Weiterentwicklung und das Gefühl, mit einer Herausforderung zu wachsen.
Mit 26 kam dann mein erstes Rennrad – und sofort auch die ersten Radrennen. Anfang der 2010-er Jahre verschob ich meinen Fokus auf den Triathlon, absolvierte viele Wettkämpfe und finishte zwei Langstreckendistanzen. Heute bin ich wieder viel mit dem Rennrad und auch dem Gravelbike unterwegs, starte regelmäßig bei Rennen in den Alpen oder Mittelgebirgen. Die Faszination für harte Anstiege und klare Ziele begleitet mich bis heute.
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