Mehr über Marcel

Coach Marcel at Ironman Zell am See

Der Anfang ist der wichtigste Teil der Arbeit

Menschen, mit denen ich arbeite, stehen am Anfang eines Weges, auf der Suche nach einem persönlichen Ziel, einer Verbesserung zu etwas Neuem oder vor Herausforderungen, das erworbene Glücksgefühl wiederholbar zu machen.

Als Coach muss ich genau dies verstehen und den Weg oft genug selbst durchlebt oder durchlitten haben. In einem Vierteljahrhundert als Triathlet und als leidenschaftlicher klassischer Multisport-Coach, folge ich der Maxime des Triathlon-Vaters John Collins:


The pain is temporary, the memories will last the rest of your life.


Seit meiner Jugend begeistert mich Sport im Allgemeinen und Multisport im Speziellen. Dabei faszinierten mich vor allem die Kombinationen aus Technik und Wissenschaft zur körperlichen Herausforderung. Das Material, das Training, die Geschichte des Sports und die Frage, wie man besser wird.

 

Geboren im westfälischen Minden, baute ich mit 11 Jahren mein erstes Rennrad selbst. Damals war es die kindliche Neugier und das Streben nach einem besonderen Lebensgefühl. Dank der Unterstützung meiner Eltern in meinen sportlichen Belangen konnte ich schnell Fuß fassen und wurde ganz klassisch „auf der Straße“ entdeckt. Schnell folgten mit 14 Jahren mein erstes Radrennen, das Rudern als Leistungssport am Sportgymnasium und die Leichtathletik.


Vor mehr als 30 Jahren meisterte ich meinen ersten Triathlon und viele sollten folgen. 

Anfang der 90er war Triathlon noch unscheinbar. Trotz mehrerer Teilnahmen bei den deutschen Meisterschaften in der olympischen Distanz, Radzeiten immer unter der magischen Stunde, schnellen 10k, waren Sponsoren rar. Mit dem Triathlon konnten nur wenige ihren Lebensunterhalt bestreiten. Deswegen ging ich studieren und machte in der Freizeit weiter Sport.

 

Doch der innere sportliche Drang war zu groß. Ein steiler Erfolgsweg im Sporteinzelhandel eröffnete mir neue Möglichkeiten. Mit meinen Erfahrungen leitete ich nach kurzer Zeit zwei Sportabteilungen und arbeitete als Radmechaniker. Ich nahm erneut den Weg zum Profi wieder auf und fokussierte mich als Semi-Profi mit 6–8 Stunden täglichem Training auf die olympische Distanz. Damals glücklicherweise noch Non-Drafting-Rennen. Und ja, ich gehöre zur Tuning-Generation, zu den Verrückten mit Badehose – bei allen Sportarten – zu denen mit den kleinen 26-Zoll-Laufrädern und den komischen Lenkeraufsätzen, die wir noch selbst bauten. Wir waren zwar nicht einsam, aber vereinzelt, und alle träumten von Hawaii.

 

In dieser Zeit lernte ich viel über den Profisport und dessen Organisation. Die stundenlangen Trainingseinheiten, die damals noch fehlenden Hilfsmittel wie Online-Medien, Puls-/Wattmesser, GPS und soziale Plattformen sowie die hohen Kosten in diesem Sport machten aus uns eine besondere Generation aus heutiger Sicht. Wir schrieben alle unsere eigenen Trainingspläne und koordinierten sie mit unserem Körpergefühl und der Hand an der pulsierenden Hauptschlagader. Es gab ja keine Vorlagen, geschweige denn erfahrene Coaches. Heute kaum zu glauben: Damals ein neuer Sport – Pioniergeist war gefragt.

 

2000 entschied ich mich dann aus geldlicher Vernunft, den Weg zum Profi erneut zu verneinen. Natürlich blieb der Sport, verlagerte sich und kehrte mit voller Wucht als Age-Grouper zurück. Da ich auch zur Non-Drafting-Generation gehöre, bin ich inzwischen allerdings auf der Langstrecke heimisch. Dabei habe ich neben Marathons auch meine Liebe zum 70.3-Rennen entdeckt - und seit 2 Jahren noch zusätzlich Ultra-Gravel-Rennen.



Coach Marcel at Ironkids Rügen

Triathlon ist Passion, Elixier...

... und gibt dem Geist einen kontinuierlichen Impuls auch langfristig Ziele zu erreichen.

 

Ich bin “nur noch” ambitionierter Age-Grouper aber mit ganzer Leidenschaft. Mein Fokus hat sich in den letzten Jahren neu ausgerichtet. Coaching rückte immer stärker in den Vordergrund. 

Meinen ersten Trainingsplan schrieb ich mit 16. Mit 24 erstellte ich meine erste elektronische Variante. Seitdem habe ich unzählige Pläne erstellt und Datenbanken gefüllt. Zunächst für mich und mehr und mehr auch für andere Athleten. Dabei hat mich das Coaching immer stärker erfüllt.

 

Als Sportler, Manager und Coach weiß ich, was es bedeutet, ein Ziel zu haben, es anzugehen und kontinuierlich daran zu arbeiten. Ich führe und leite Menschen beruflich seit mehr als 20 Jahren, was mir beim Coaching enorm hilft. Zudem habe ich so ziemlich jede Veränderung in diesem Sport erlebt und durchlebt.

 

Um eine professionelle Grundlage zu schaffen, habe ich mich natürlich auch zertifizieren lassen. Dabei habe ich mich weniger auf die Landeszertifikate gestützt, sondern auf moderne und internationale Ausbildungen Wert gelegt – IRONMAN® Certified seit 2016, Trainingpeaks Level 2 Certified, STRYD Coach Certified –, die im Übrigen jährlich aufgefrischt werden müssen. Am Ende zählt aber die Erfahrung!

Inzwischen habe ich meine Kompetenz auch in den Bereichen Ultra-Running, Ultra-Cycling, Gravel, Mushing und Crossfit/Hyrox ausgeweitet.

Ich lebe meinen eigentlichen Traum seit Jahrzehnten und trage meine Leidenschaft für den Sport täglich weiter. Kein Sport hat so viel Einfluss geübt wie der Triathlon mit seinem Mythos “Kona” und der Kombinatorik aus Sportarten und Technik.



Zertifizierungen

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